Einer der Urinstinkte des Menschen ist es sich auf Ziele zu konzentrieren. Dieses Ausrichten auf ein Ziel, sei es mit Meditation, autogenem Training oder einfach durch sportliche Herausforderung macht man sich auch in den Schützenvereinen zum Nutzen. Wer glaubt hier wird nur rumgeballert, der betrachtet das sportliche Schiessen nur von der Ferne. Um das Ziel, den wiederholbaren genauesten Schuss auf den Mittelpunkt der Scheibe zu setzen, bedarf es mehr als nur zu Zielen und abzudrücken. Es erfordert ein hohes Maß an Geduld, Konzentration, geübtem Auge, Selbstmotivation und eine grosse Portion Energieaufwand dieses Ziel zu erreichen.
Schauen wir uns einmal in der Sportwelt um und vergleichen andere Sportarten mit dem Schießsport. In den meisten Sportarten, außer ein paar Netz-, Schwimm-, Ski-, Rad-oder Leichtathletischen Sportarten werden regelrecht Angriffsmethoden benötigt und gelehrt, die es ermöglichen den Gegner zu besiegen, und das mit vollem Körpereinsatz.
So nicht bei den Sportschützen. Hier wird ausschließlich gelehrt ein vorgesetztes Ziel zu erreichen und das ohne Aggressionen gegenüber dem Gegner aufzubauen. Nein im Gegenteil. Hier geht man gelassen an´s Werk. Auch wenn der Schuss mit mehr oder weniger Geräusch verbunden ist, so ist der Schütze beim Schiessen eher lautlos, ohne Geschrei und Trara bringt er mit grösster Konzentration den Schuss in´s Schwarze.
Um einmal von der Energieleistung eines Schützen zu sprechen, so hebt ein Gewehrschütze bei einem sportlichen Wettkampf sein Sportgerät (Gewicht ca. 5-6 Kg.) 60-70 mal auf und ab, was einem Gewicht von ca. 750 Kg. entspricht. Außerdem erfordert es Kraft das Sportgerät so auf das Ziel zu fixieren, daß es nicht wie ein Rührstab um den Mittelpunkt kreist. Machen sie sich mal die Mühe und halten mal einen Stab oder einen anderen Gegenstand mit ausgestrektem Arm eine 1/2 Minute ruhig auf ein Ziel. Und nun stellen Sie sich vor Sie müssten das 60-70 mal wiederholen und dann immer noch einen ruhigen und ausgeglichen Eindruck zu machen. Dann habenSie ein Ziel erreicht, nämlich Energie und Konzentration vereint.
Nun so soll Sport auch sein. Er soll uns belasten und zu Konzentration auffordern um uns danach zu einer sinnvollen Entspannung kommen zu lassen, nämlich dieses Gefühl etwas geleistet zu haben.
Gerade für Jugendliche eine Sportart, die es fertigbringt ohne grossen Einfluss der Eltern die Konzentration zu üben, Stehvermögen zu zeigen und durch das ruhige Zielen für eine 3/4 Stunde Aggressionen beim Training oder sportlichen Wettkampf abzubauen. Der mannschaftlichte Teamgeist wird gestärkt obwohl dem Schützen trotzdem der Einzelwettkampf bleibt um sich selbst bestätigen zu können.
Dies sind Indikationen die jeder Arzt gerne verschreiben möchte, und doch kein Mittel findet welches Konzentration aufbaut, den Körper stählt, Nervosität und Aggressionen abbaut und zu alledem noch Spass macht und Erfolge bringt.
Lieber Leser!
Wir Schützen möchten Sie gerne überzeugen, daß der Schießsport eine Berechtigung hat als eine solide Sportart zu gelten. Nicht umsonst sind die Schützenvereine tragende Säulen im Umfeld des täglichen Miteinander einer jeden Gemeinde. Wir stellen immer wieder in den Vordergrund, daß unsere Waffen nicht zu unserer Verteidigung dienen sondern ausschliesslich zur Verwirklichung unserer angestrebten Ziele, dem Geist und dem Körper ein Höchstmaß an vorbildlichen Leistungen abzuverlangen.
Der Tradition unseres Schützenwesens liegt auch zu Grunde diesen schönen Sport zu pflegen und in Internationalen Wettkämpfen unsere Leistung zu zeigen. Das weisen die vielen Medaillen in diesen Wettbewerben auf ohne die Deutschland bei den Spielen keinen so grossen Vorsprung gegenüber anderen Nationen hätte.
Sind auch Sie überzeugt von unseren Leistungen und würde Sie unser Sport interessieren, so kommen Sie doch mal zu einem Schnuppertraining in unser Schützenhaus mit all seinen Schießsportlichen Möglichkeiten, wie Luftgewehr-, Klein-und Grosskaliber-Pistole und -Gewehr, Bogen- und Armbrustschießen.
Sie sind
uns herzlich willkommen. ![]()